Licht in der Finsternis

Licht in der Finsternis – Kategorie beschreibt die ersten Jahre der Anpassung an das Leben als behinderter Mensch, eine Zeit, die von tiefgreifenden Herausforderungen, Selbstreflexion und persönlichem Wachstum geprägt ist. Licht in der Finsternis ist in den praktischen Aspekten des täglichen Lebens verwurzelt und dokumentiert meine Reise, mich selbst zu verstehen und offen für das Unbekannte zu bleiben. Während die spirituelle Perspektive in diesen frühen Schriften weniger betont wurde, legten diese Erfahrungen den Grundstein für spätere Überlegungen, die den Lesern Einblicke in Durchhaltevermögen, Veränderung und die Fähigkeit des menschlichen Geistes, selbst in der Dunkelheit zu leuchten, bieten.

  • André

    Mein Freund hatte mich verlassen, aber sofort hatte ich einen neuen Freund, André gefunden, mit dem ich über einfach alles reden konnte. Plötzlich schien ich über jedes Thema eine Meinung zu haben. Ich war nicht nur in Angelegenheiten, die mein eigenes Leben betrafen, interessiert, sondern ich fühlte, dass mich einfach alles betraf. Aus tiefstem Herzen…

  • Die Erweckung

    Als ich aus dem Koma Anfang 1979 aufgewacht bin, hatte ich das Gefühl, dass eine Art von Wunder mir geschehen war. Mein Kopf sagt mir, dass es solche Wunder eigentlich nicht gibt. Ich dachte, dass das Universum kaum gegen seine eigenen Naturgesetze arbeitet. Ein Wunder war meiner Meinung nach ein plötzliches Ereignis, bei dem Dinge…

  • Zur Erinnerung an meine Mutter

    Meine Mutter hat immer einen Spezialplatz in meinem Herzen gehabt. Als ich ein Kind war, fühlte sich unsere Verbindung sehr konkret an: Sie war ein Teil von mir. Lediglich ein Blick von ihr reichte schon oft, um mich zu beruhigen. Sie war Schneiderin und ich genoss es, sie bei ihrer Arbeit zu beobachten:sie nahm ihr…

  • Studienpläne

    Kurz vor dem verhängnisvollen Silvester hatte ich im Prinzip meine Schullaufbahn beendet. Mir fehlte bloß die Abiturprüfung, die man brauchte, um die Schulzeit komplett abzuschließen. Ich schaffte schon die ersten Prüfungen, als ich im Rehabilitationszentrum war. Im Frühling 1980 vollendete ich den zweiten Teil der Prüfung. Manche Menschen meinten, ich hätte mich eher auf meine…

  • Aus reiner Freundschaft

    Ein Jahr nach dem Schlaganfall an Silvester 1979 fühlte ich mich wie neugeboren. Mein vergangenes Leben war vorbei und nichts Neues war vorhanden, um es zu ersetzen. Ich fühlte, dass ich eine endlose Menge an weißem Papier vor mir hatte, auf dem ich mein Leben erschaffen könnte, genau so wie ich das von meiner neuen…

  • Ein ausgeglichenes Leben nach meinen eigenen Vorstellungen führen

    Nach neun Monaten Krankenhaus- und Rehabilitationsaufenthalt kehrte ich nach Hause zurück und all meine Erinnerungen der vergangenen Monate verschwanden. Ich fühlte mich total allein gelassen mit meiner Behinderung. Die Medizin hatte das Möglichste getan, um mir wieder auf die Beine zu helfen. Danach musste ich meinen eigenen Weg finden, das Leben weiterzuführen. Lähmung überwinden und…

  • Die Entzündung des göttlichen Funkens

    Etwa ein halbes Jahr vor dem Gehirnschlag reiste ich mit einer Organisation für internationalen Austausch durch Deutschland und entdeckte die deutsche Gesellschaft und Kultur. Meine Entdeckungen erschütterten mich gewaltig, was meine Konzepte in ein totales Chaos brachte. Ich hatte das Gefühl, dass ich überhaupt nichts auf die Werte dieser Welt aufbauen konnte. Alles erschien mir…